Magazin Lübecker Bucht - Juni 2026

Die Stadt der Götter und Philosophen zieht heute nicht nur mit der Akropolis, sondern auch mit mediterraner Leich- tigkeit die Besucher in ihren Bann. Die einstige Wiege der westlichen Zivilisation ist längst zu einer lebendigen Metropole herangewachsen – mit Szenevierteln, kulinarischen Hotspots und jeder Menge Entdeckergeist. Ein Spaziergang durch die Innenstadt führt vorbei an Säulen, Bougainvillea und historischen Fassaden. Die City er- zählt ihre Geschichte auf Schritt und Tritt. Zwischen Relikten der Antike, engen Gassen und neoklassizistischen Fassaden zeigt sich die Millionen-Metropole viel- seitig und voller Gegensätze. Kaum eine Großstadt in Europa hat so viele grüne Rückzugsorte – vom Nationalgarten bis zu den Hügeln von Philopappou und Ly- kabettus, von denen man bis zum Meer blicken kann. Griechische Mythen, Götter und Phi- losophen sind tief im Stadtbild verankert – doch es ist etwas anderes, ihr Erbe mit eigenen Augen zu erleben. Niemand vergisst den ersten Blick auf die Akropolis, die seit mehr als 2.500 Jahren auf dem „Heiligen Hügel“, wie die Athener ihn nennen, thront. Sie bleibt das unbestrit- tene Herzstück. Das berühmteste Wahr- zeichen der Stadt erkundet man am besten sehr früh am Morgen. Zwischen 8.00 Uhr und 10.00 Uhr halten sich die Besucherströme und die Hitze noch ei- nigermaßen in Grenzen. Auf dem Weg zur Akropolis liegt am Südhang das be- eindruckenden Dionysos-Theater. Es gilt als das erste Theater der Welt sowie als wichtigstes des antiken Griechenlands. Am Südhang erhebt sich das halbrunde Steinmeer, in dem einst bis zu 17.000 Stimmen widerhallten. Nur wenige Schritte weiter füllt sich die Stadt wieder mit Gegenwart. Plaka, das älteste Viertel, ist nur wenige Minuten entfernt, aber eine andere Welt. In der malerischen Altstadt fallen Bou- gainvillea über helle Fassaden, Katzen schlafen im Schatten, und aus offenen Türen weht der Geruch von gebratenem Knoblauch und Oregano. Hier scheint MAGAZIN LÜBECKER BUCHT 64 REISETIPP Athen– zwischenMythos undGegenwart

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